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Mathematik Hilfsmittel

adding machines, calculators

In unserer Übersicht berücksichtigen wir ausschließlich mechanische Rechenmaschinen, die Vorläufer des elektronischen Zeitalters und der Computer.

Wir stellen hier und auf nachfolgenden Seiten (siehe Rechenmaschinen-Sammlung) verschiedene Modelle von Rechenmaschinen und Rechenhilfen vor, große und kleine, bekannte und unscheinbare, raffinierte und einfach gestrickte. Wenn alle Sammlungsstücke digitalisiert worden sind, wird diese Meldung nicht mehr erscheinen.
Zu einzelnen Modellen wird es Videos geben, die den Gebrauch der Hilfsmittel erklären.


* Eine kurze, sehr kurze Geschichte der Rechenmaschinen *

Die Menschen bedienten sich wohl schon immer Rechenhilfen. In allen Kulturen wurden Zahlen auf die unterschiedlichste Art und Weise notiert, und dienten so als Grundlage für Berechnungen. In der Regel gehen die historischen Zahlensysteme auf die Verwendung von Händen (und Füßen) zurück. Als Notationshilfe benutzte man u.a. das Kerbholz oder Knoten auf Schnüren (z.B. bei den Maya).

Abakus (Abacus)

Mit dem Abakus (auch: Abacus) ist uns ein Gerät bekannt, das sich über Jahrtausende als einfaches Rechenhilfsmittel erhalten hat. Auch von ihm gibt es verschiedene Formen.

Das Grundprinzip beruht darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen der Stellung von Perlen (Kugeln, Steinen, usw.) und der ihnen zugeordneten Zahlen gibt. Es kann addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert werden. Die dabei verwendeten Zahlen können eine Größe weit über mehrere Milliarden annehmen.

Japanischer Abakus (Soroban)


Rechenbrett - Rechentisch

Mi 308

Bis in die Neuzeit hinein wurden Rechenbretter oder auch Rechentische verwendet. Auf der Oberfläche waren Linien eingezeichnet oder auch eingeritzt, auf denen mit Rechengeld (keine Währung, sondern nur für das Rechnen hergestellte Münzen) gerechnet wurde.
Auch Adam Riese hat in seinen Lehrbüchern die Verwendung von Rechenbrettern erläutert.

Napier Stäbe

Napier Stäbe (Nachbildung)

John Napier, der Entdecker natürlicher Logarithmen, hat eine auf die Araber und Hindus zurückgehende Methode zur Entwicklung von sog. Napier Stäben (Napier bones) benutzt.
Mit ihrer Hilfe lassen sich Rechnungen sehr schnell durchführen. Je nach benutzten Stäben konnten auch Quadrat- und Kubikwurzeln berechnet werden.

Da Napier sich auch mit Dualzahlen befaßte und auch hierfür Rechenstäbe entwickelte, hat er einen Beitrag zum digitalen Zeitalter geleistet.

Rechenstäbe, Rechenschieber

19. Jhd.

Die Logarithmen ermöglichten die Erfindung des Rechenschiebers (hierzu haben wir eine eigene Seite). Das geschah um 1620.
Die Geräte konnten die Form eines Stabes, einer Scheibe, einer Walze oder eines Zylinders haben.
Sie wurden im Laufe der Zeit verfeinert und präziser gemacht.
Das Ende der Rechenschieber trat in den Siebziger Jahren ein, als preiswerte elektronische Taschenrechner ihren Sigeszug begannen.

Erste Rechenmaschinen

Inspiriert von Napier entwickelte Wilhelm Schickard um 1620 die erste bekannte Rechenmaschine. Es folgten die Entwürfe anderer Gelehrten: Blaise Pascal und Gottfried Wilhelm Leibniz . Alles Einzelstücke.
Die Maschinen wurden immer ausgeklügelter. Ihre Herstellung und ihr Erwerb verschlangen beachtliche Vermögen. Es waren kunstvolle, an Uhrwerke erinnernde Prachtwerke.

Mi 2243


Serien- und Massenfertigung

Mit der Serienanfertigung (ca. 1855) begann die Verbreitung der, immer noch sehr teuren, Apparate. Die ersten deutschen Rechenmaschinen waren 'Raubkopien' französischer Vorbilder.
Um die Jahrhundertwende gab es bereits weltweit zahlreiche Fabriken, die sich auf die Massenherstellung spezialisiert haben.

Taschenrechner

Addifix-9

Die preiswerteren Produktionsmöglichkeiten und der technische Fortschritt haben den Weg für die Massenfertigung von kleinen, vor allem für die Addition und Subtraktion gedachten Rechenhilfen geebnet.
Sie passten in jede Jackentasche. Bedient wurden die Taschenrechner mit einem Stift (Griffel).

Auch ihre Lebensspanne endete mit dem Aufkommen der elektronischen Taschenrechner, die weit mehr Operationen ermöglichten.

Taschenrechner im Buchformat

1942, 6. Auflage

Ein geschichtlicher Rückblick auf Rechenhilfen - Rechenmaschinen, darf die weit verbreiteten Bücher mit Zahlentabellen nicht übersehen. Auf zahlreichen Seiten wurden dem Nutzer leicht abzulesende Ergebnisse für Multiplikation und Division dargeboten.

Untenstehend ist die Multiplikationstabelle für die Zahl 46 zu sehen.














MATHEMATIK VIDEO: HOBBY - RECHENMASCHINEN

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